Holzbau
Holz ist eines der gesündesten Materialien, um darin zu Wohnen.
Holz ist feuchtigkeitsregulierend, riecht erfrischend, ist angenehm
zu berühren und regt das Auge zum beobachten der Struktur an,
es absorbiert Staubpartikel und giftige Stoffe aus der Luft und
ist elektrisch neutral. Holz ist (oder muss man eher sagen wäre?)
ein lokaler Baustoff der einfach und mit wenig Energieaufwand bearbeitet
werden kann. Wer Schweizer Holz verwendet schafft lokale Arbeitsplätze
und unterstütze das Wohlergehen seiner Wohnregion.
Anwendungsbereiche
Die grossen Vorteil von Holz sind, dass es ein lokaler Rohstoff
ist, der einfach verarbeiten werden kann und dessen Bearbeitung
einen geringen Energieaufwand benötigt. Spezielle Beachtung
sind Fragen zur Feuchtigkeit, Winddichtigkeit und dem Schal- und
Brandschutz zu schenken. Holzschutz soll vor allem durch bauliche
Massnahmen und nicht durch Anstriche gelöst werden weil dadurch
seine wertvollen Eigenschaften verloren gehen.
Holz kann für sämtliche Bauteile eingesetzt werden, wie
nicht nur genügend historische, sondern auch ganz aktuelle
Beispiele beweisen.
Konstruktionsarten
Holzbau hat in der Schweiz eine lange Tradition und verschiedene
Bauweisen werden auch heute noch angewendet.
Der Blockbau ist eine Konstruktionsart bei der massive Holzbalken
in Ihrer charakteristischen Weise mit den gekreuzten Ecken aufeinandergeschichtet
werden. Alle Wände sind tragend ausgebildet.
Beim Fachwerkbau wurde nur die Konstruktion in Holz erstellt.
Die Zwischenräume sind mit Stein oder Lehm ausgefacht und
wurden aussen je nach Vermögen so belassen oder kunstvoll
verputzt und gestrichen.
Der Ständerbau ist ursprünglich eine Weiterentwicklung
des Fachwerkbaus und gilt als Grundlage des heutigen Holzrahmenbaus.
Es werden standardisierte Grössen von Hölzern eingesetzt.
Der Achsenabstand der Hölzer ist genau auf die Grösse
der Beplankung abgestimmt. Alle Wände sind tragend ausgebildet.
Die Skelettbauweise ermöglichte es erstmals die Funktionen
von Stütze und Wand zu trennen. Der freie Grundriss wurde
so im Holzbau möglich.
Dank der Holzrahmenbauweise erlebt der Holzbau heute einen grossen
Aufschwung. Die grossen Vorfertigungsmöglichkeiten erlauben,
dass ein ganzes Haus, aufgeteilt in einzelne Elemente, in der
Werkstatt erstellt wird. Häuser können so fast wetterunabhängig
z.B. auch im Winter hergestellt werden. Das ganze Haus wird dann
auf der Baustelle in ca. 2 Tagen aufgerichtet. Diese Bauweise
hat sich vor allem für Minergie und Passivhäuser sehr
gut bewährt und sich auch als kostengünstig erwiesen.
Eine weitere Entwicklung zeigt die Brettstapelbauweise. Günstige
ca. 3 cm dicke Bretter werden aneinadergenagelt oder mit einem
Massivholzdübel ohne Leim zu tragfähigen Elementen verbunden.
Diese können als Wände, Böden oder Dächer
eingesetzt werden. Mit einer entsprechenden Isolation kann so
ebenfalls ein Niedrigstenergiestandard erreicht werden.
Tipp
Es lohnt sich immer an die alternative Holz zu denken, ob Sie
einen Umbau oder Neubau planen. Besuchen Sie ein Referenzobjekt
Ihres Planers oder Handwerkers und lassen Sie sich die spezielle
Atmosphäre eines Holzhauses zeigen.
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