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Minergie

 

Einführung
MINERGIE ist ein Qualitätslabel für neue und sanierte Gebäude. Die Marke wird von Bund, Kantonen und Wirtschaft gemeinsam getragen und ist vor Missbrauch geschützt.

Im Zentrum steht der Wohn- und Arbeitskomfort von Gebäudenutzern. Ermöglicht wird dieser Komfort durch eine hochwertige Bauhülle und eine systematische Lufterneuerung.

Der MINERGIE- Standard definiert die Menge der Endenergie (pro m2 Bruttogeschossfläche) welche für Heizung und Warmwasser benötigt wird und ist bei 42 kWh/m2 festgelegt.

Weitere Bestimmungen werden durch den MINERGIE Standard nicht festgelegt (z.B. Wahl der Baumaterialien, Luftdichtigkeit des Gebäudes, Stromverbrauch oder Primärenergieverbrauch)

 

Vorteile
Die Vorteile für Hausbesitzer und Investoren können wie folgt umschrieben werden:
- Qualität des Hauses ist nachhaltig besser
- Dank sauber konstruierten Details und weniger Wärmebrücken sinkt die Wahrscheinlichkeit von Bauschäden
  Bessere Vermietbarkeit
Die Vorteile für die Bewohner sind:
- geringe Betriebskosten
- Behaglichkeit ist verbessert
-

Wohnqualität nimmt zu

 

 

Erstes MINERGIE-Einfamilienhaus in Horgen erstellt

Seit Ende März steht in Horgen an der Neudorfstrasse 34 das erste Minergie Einfamilienhaus in Horgen. Für Hr. und Frau Koller - Handloser war aber nicht nur der energetische Aspekt sehr wichtig, ebenso stark haben sie auf eine ökologische Auswahl der verwendeten Materialien geachtet. Die ersten Wohnerfahrung haben gezeigt, dass sich die Bewohner rundum Wohl fühlen in Ihrem neuen Haus, welches von der Firma Oikos & Partner in Thalwil geplant und realisiert wurde.

 

 

Soll das bestehende Haus sanft renoviert, umgebaut oder gar abgerissen werden? Diese Frage stand ganz am Anfang eines beispielhaften Prozesses, den die Familie Koller zusammen mit Ihrem Architekten Jörg Watter gehen wollte. Nach sorgfältigem Abwägen aller Vor- und Nachteile wurde Entschieden, an gleicher Stelle einen Neubau zu errichten, welcher nach konsequent ökologischen Grundsätzen zu planen war. Zusätzlich sollte dem Energieverbrauch des neuen Hauses grosse Beachtung geschenkt werden.

 

 

Minergie und Holzbau
Der Vorschlag des Architekten umfasste einen Neubau mit einem ähnlichen Volumen wie das bestehende Gebäude. Zusätzlich wurde zum Garten hin eine geschwungene Erweiterung vorgeschlagen, damit sich die Räume zum grosszügigen Garten hin öffnen können.
Der Bau besteht aus einer Holzrahkonstruktion welche mit Zelluloseflocken aus Schweizer Altpapier hochdämmend isoliert wird. Diese winddichte aber dampfoffene Aussenhaut garantiert einen sehr tiefen Energieverbrauch und gleichzeitig einen hohen Wohnkomfort für die Bewohner.
Aussen wurde die Konstruktion mit einem mineralischen Verputz und teilweise mit einer Douglasienholzschalung verkleidet.

 

Wenig Technik für frische Luft
Ein kleines Lüftungsgerät welche im Technikraum installiert wird, saugt frische Aussenluft an und wird von dort den Schlaf- und Wohnräumen zugeführt. Die Geschwindigkeit der Luft beträgt dabei lediglich 20 cm pro. Der Raum wird also mit frischer Luft lediglich sanft gefüllt und erhält dadurch die Qualität, dass es auch nachts nicht mehr nötig ist ein Fenster zu öffnen.
In der Küche und dem Badezimmer wird die Luft wieder abgesogen, kommt zum Lüftungsgerät zurück und gibt dort die Wärme an die eintretende Frischluft ab, womit ebenfalls Energie gespart werden kann. Das Lüftungssystem erfüllt daher nicht nur den Aspekt der konstant frischen Luft welche zur Verfügung steht, sondern erhöht auch die Sicherheit der Bewohner und schützt vor äusseren Lärmquellen.

 

 

Heizen mit Gas, baden mit Sonne
Ein Gaskondensatkessel im Keller produziert im Winter die nötige Wärme, welche über Fussleistenheizungen und Lehmheizwände an den Raum abgegeben wird. Vor allem die Lehmwände setzten auch gestalterisch einen Schwerpunkt im Haus der Familie Koller (siehe Bild 004_04) und geben eine sehr angenehme Wärme an den Raum ab. Das Warmwasser für die Dusche und das Bad wird von zwei Sonnenkollektoren auf dem Dach erzeugt. Ungefähr 60% des Bedarfes können so mit Sonnenenergie gedeckt werden. Ein speziell für Minergiehäuser entwickelter Holzofen, welcher im Wohnraum einen attraktiven Blickfang mit wohlig warmen Sitzbänkli bildet kann in der Übergangsphase problemlos den Wohn- und Essraum wärmen. Die Gasheizung wird somit nur im Winter wirklich benötigt.

 

 

Naturmaterialien zum fühlen und berühren
Das sinnliche Erleben der verwendeten Materialien ist Oikos & Partner ein zentrales Anliegen in Ihrer Architektur. Fusswarme Holzböden geben mit Ihrer feingeschliffenen Struktur beim Betreten ein angenehmes Gefühl, kraftvoll gestaltete Lehmwände sind eine Freude für das Auge und wirken geruchabsorbierend für die Nase und das prasselnde Holzofenfeuer vermittelt neben der angenehmen Wärme die Geräusche fürs Ohr, welche die Stimmung an einem kalten Winterabend so perfekt erscheinen lässt.

 

 

Das Haus im Garten
Sämtliche Haupträume des Hauses sind nicht nur gegen Süden sondern auch zum verträumten, grosszügigen Garten hin gerichtet. Das neu erstellte Haus stark mit der bestehenden Umgebung verschmolzen. Natursteinmauern und Pflästerungen oder Kies für die Wege, kombiniert mit den standortgerechten Pflanzen geben einer Vielzahl von Tieren und Kleinstlebewesen ein neues Dasein. Die Bewohner können sich über die Aussentreppe auf die Holzveranda zurückziehen mit dem Gefühl abgehoben in der Baumkrone des alten Birnbaumes zu sitzen.

 

 

Nachhaltiges Bauen als Lebensqualität
Das Haus Koller darf als wegweisend für das nachhaltige Bauen bezeichnet werden. Bei den verwendeten Baumaterialien wurde auf erhöhte Langlebigkeit und einfache Reparierbarkeit geachtet. Sämtliche Bauteile können zerlegt und nach erreichen des Lebensalters korrekt und ohne die Umwelt zu belasten wiederverwertet oder entsorgt werden. Dank der Verwendung von hochwertigen Materialien ist nur ein minimaler Unterhalt der Bausubstanz nötig.
Was aber der Familie Koller und Oikos & Partner ebenso wichtig war ist, dass verantwortungsbewusste Handwerker zu fairen Preisen eine tolle Arbeit geleistet haben, welche nun auch der Öffentlichkeit gezeigt werden darf.

 

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