| Einführung
Nach Brundtland ist eine Gesellschaft dann nachhaltig:
"Wenn sie für die Befriedigung ihrer Bedürfnisse
nicht die Entwicklungsfähigkeit zukünftiger Generationen
beeinträchtigt". Oder etwas anders ausgedrückt
bedeutet das, dass unsere Kinder ihre eigenen Bedürfnisse
gleichermassen befriedigen können.
Energieverbrauch
Verbrauchten die Menschen 1920 noch ca. 1'000 Watt/Einwohner
und 1960 2000 Watt, so stieg der Verbrauch in den letzten
40 Jahren rasant an und liegt heute bei ca. 6'000 Watt/Einwohner.
Die ETH-Strategie Nachhaltigkeit hat sich die 2000 Watt
Gesellschaft als notwendiges aber erreichbares Ziel gesetzt.
Das bedeutet, den Energieverbrauch um rund 4000 Watt zu
senken und die verbleibenden 2000 Watt zu 2/3 aus erneuerbarer
Energie zu decken womit eine gesunde Grenze für Umwelt
und Wirtschaft erreicht wird. Tönt das nicht spannend!
Umsetzung
Viele werden sich Sorgen machen über solche Aussichten.
Aber ist es nicht eine ungeheure Herausforderung diesen
Weg zu gehen und dank Innovation und Phantasie dieses Ziel
zu erreichen? Liegt hier nicht auch für unsere Wirtschaft
ein ungeheures Potenzial an Entwicklungsarbeit?
Gerade im Baubereich ist ein sehr grosses Energiesparpotenzial
vorhanden, da für die Erstellung und den Betrieb rund
60% unseres Energieverbrauchs benötigt werden. Ich
möchte dabei nur auf unsere Direktgewinnhäuser
hinweisen. Bis zu 20 mal weniger Energie zu verbrauchen
als es die heutigen Normen der SIA verlangen; sind wir da
nicht auf einem sehr guten Weg zur 2000 Watt Gesellschaft?
Wenn wir uns dann zusätzlich noch bemühen diesen
Bau möglichst ökologisch zu errichten, d.h. mit
natürlichen Materialien, die auch beim späteren
Rückbau kein Kopfzerbrechen machen, mit Baustoffen
welche wir aus der nächsten Umgebung beziehen können
und welche von lokalen Unternehmern sorgfältig eingebaut
werden. Dann haben wir bereits wieder einen grossen Schritt
in die richtige Richtung gemacht.
Und wann werden wir so weit sein?
Die gute Nachricht dabei ist, dass wir Ihnen diese
Bauweise und Baumaterialien bereits heute anbieten können.
Die weniger gute ist, dass vielen Leuten dieser Weg nicht
bekannt ist, oder dass Ihnen der Mut fehlt, einen etwas
anderen Weg zu gehen als den, welchen alle anderen gehen.
Aus diesem Grund wünschen wir Ihnen allen ein wenig
mehr Mut, gehen sie Ihren eigenen und verantwortungsbewussten
Weg. Wenn Sie denken, sie als einzelne Person könnten
ja doch nichts zu einer besseren Welt beitragen, hier in
Ihrer nächsten Umgebung können Sie es machen!
Alltag
Der zweite grosse Energieverbraucher ist der Verkehr. Gerade
hier ist es noch einfacher direkten Einfluss auf den persönlichen
Verbrauch zu nehmen.
Ist es nicht viel entspannender sich zu Fuss, mit dem Velo
oder dem Zug fortzubewegen? Geniessen sie nicht auch diese
leise Gefühl der Freiheit, einfach in die Landschaft
zu Blicken und sich doch fortzubewegen.
Oder haben sie sich schon einmal überlegt, wie weit
die Erdbeeren und Spargeln aus Californien gereist sind,
bis sie bei Ihnen auf dem Teller liegen? Oder hätte
es das Angebot vom nahen Bauernhof nicht auch getan?
Letzthin hat mir jemand ein Geheimnis zum Thema Fliegen
verraten. Würden wir immer noch so viel fliegen, wenn
die zauberhaften Kondensstreifen am Himmel schwarz wären
und etwa 4 Wochen dort oben bleiben würden? Würde
uns dann wohl bewusst wie dicht der Verkehr dort oben ist?
Sie sehen es gibt viel Gedanken, Ideen und Vorschläge
zu diesem Thema. Machen sie sich Ihre eigenen und bitte,
setzten sie den einen oder anderen Gedanken auch in die
Tat um, die Anfangs erwähnten Kinder werden es Ihnen
vielmals danken.
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